Support

Lorem ipsum dolor sit amet:

24h / 365days

We offer support for our customers

Mon - Fri 8:00am - 5:00pm (GMT +1)

Get in touch

Cybersteel Inc.
376-293 City Road, Suite 600
San Francisco, CA 94102

Have any questions?
+44 1234 567 890

Drop us a line
info@yourdomain.com

About us

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit.

Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociis natoque penatibus et magnis dis parturient montes, nascetur ridiculus mus. Donec quam felis, ultricies nec.

Rückblick: Jahrestagung für die Offene Kinder- und Jugendarbeit
  • AGJF
  • Aktuelles
  • Rückblick: Jahrestagung für die Offene Kinder- und Jugendarbeit
2018-06-08 10:26

Rückblick: 5. Jahrestagung für die Offene Kinder- und Jugendarbeit

Die Kinder- und Jugendarbeit ist einer der politischen Schwerpunkte der Landesregierung. Das machte Sozialminister Manne Lucha gleich zu Beginn deutlich. Ausführlich ging er auf die Vorhaben im so genannten „Masterplan Jugend“ ein: Die Schaffung einer Servicestelle Partizipation, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in den Kommunen unterstützen soll, den Ausbau lokaler Kooperationsprojekte zwischen Jugendarbeit und Schule sowie das aktuell neu gestartete Projekt der AGJF „Geflüchtete – Demokrat*innen von Anfang an“.
Mit der etwas provokanten Frage „Wieviel Ganztagsschule verträgt unsere Demokratie?“ konfrontiert, ließ der Minister allerdings keinen Zweifel daran, dass der Ausbau der Ganztagsschule ein wichtiges Vorhaben der Landesregierung ist. Gleichzeitig betonte er, dass Qualität und Akzeptanz zentrale Kriterien der erfolgreichen Umsetzung sind.
Dass der Minister die OKJA auf ihrer zentralen Fachtagung „notwendig und unentbehrlich“ nennt, gehört vermutlich zum guten Ton. Dass sich Manne Lucha jedoch fast eineinhalb Stunden Zeit dafür genommen hat, ist ein deutliches Signal, dass „notwendig und unentbehrlich“ nicht bloß leere Worte sind.
In der Diskussion wurden die Schwierigkeiten der OKJA in einzelnen Kommunen deutlich angesprochen. Dazu gehört eine mangelnde Dynamik im Ausbau der Angebote, die zunehmende Forderung, Programmangebote zu machen, die häufig ohne zusätzliche Ressourcen geforderte Kooperation mit den Schulen sowie eine stagnierende finanzielle Förderung. Hier machte der Minister klar, dass er dazu politische Unterstützung leisten kann und will. Andererseits läge die finanzielle Zuständigkeit bei den Kommunen. Das Land kann hier nur flankieren. Da wollte Minister Lucha nichts versprechen, was dann nicht zu halten ist. Eine finanzielle Förderung der OKJA analog der Schulsozialarbeit ist derzeit nicht in Sicht.
Am Schluss überreichte die AGJF dem Minister die Borschüre „Meine 2. Heimat – das Juze“ als gebunden Ausgabe – leider nur als Attrappe, die echte Fassung haben wir drei Tage später ans Ministerium geschickt. Natürlich hoffen wir, dass er dort immer wieder nachliest, was die OKJA alles kann und leistet…
Durch seinen Besuch hat Minister Lucha seine Wertschätzung gegenüber der OKJA deutlich gemacht. Das ist ein sehr erfreuliches und ermutigendes Signal.

Im Anschluss beschäftigten sich die Teilnehmenden an beiden Tagen in 11 verschiedenen Workshops mit der gesellschaftlichen Bedeutung unseres Arbeitsfeldes zu ganz unterschiedlichen Themen- und Fragestellungen, der Struktur und der Qualität.

Der 2. Tag begann mit dem Vortrag von Prof. Dr. Andreas Thimmel  von der Technischen Hochschule Köln: “Für das große Ganze!? - Die Bedeutung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit für eine demokratische Gesellschaft“.
Andreas Thimmel ging auf die Begrifflichkeiten Offene Kinder-und Jugendarbeit,  Demokratie und Gesellschaft ein und formulierte für das Arbeitsfeld der Offenen Kinder- und Jugendarbeit fünf Thesen. Unter anderem forderte er eine stärkere Präsenz der OKJA als jugendpolitische Akteurin im Kontext von Kinder- und Jungendarbeit und Jugendpolitik. Die Jugendzentren spielten hierbei eine wichtige Rolle. Weiter sprach er sich dafür aus, sich auf verschiedenen Ebenen zu vernetzen, um Freiräume zu erkämpfen. Hier warb er explizit für eine europäische Zusammenarbeit im Arbeitsfeld.
Andreas Thimmel verwies weiter darauf, wie bedeutsam die Gelegenheitsstrukturen und die non-formale Bildung seien, die die Einrichtungen der OKJA bieten. Das Konzept der Gelegenheitsstrukturen bedeute, dass auch (politische) Themen von Pädagog*innen in die Kommunikation eingebracht werden könnten und sollten. Genauso bedeute es: wahrnehmen, wo und wie sich Kinder und Jugendliche politisch äußern und darauf eingehen.
In der OKJA gibt es, so Andreas Thimmel, diesen besonderen Zusammenhang zwischen Freizeit und Lernen, zwischen gesellschaftlichen Anforderungen und Eigensinn, zwischen Lebensbewältigung sowie formaler und non-formaler Bildung. Das wirkt sich nachhaltig und langfristig positiv auf die Jugendlichen und die Gesellschaft aus.
Ein wichtiges Fazit für Andreas Thimmel: es braucht für die Fachkräfte in der OKJA eine eigene „politische Informiertheit“, um überhaupt Akteur*in in der politischen Bildungsarbeit sein zu können. Das gibt es nicht umsonst, das bedeutet Anstrengung der Fachkräfte sowie entsprechende Rahmenbedingungen. Er forderte für das Arbeitsfeld der OKJA neben der inhaltlich pädagogischen Entwicklung eine stärkere politisch-strategische Ausrichtung. Gerade jetzt sei - aufgrund der vielfältigen und etwas verunsicherten Diskussionen um Ganztagsschule, Bildung, Fachkräftenachwuchs etc. - ein guter Zeitpunkt, um Forderungen aus der OKJA zu formulieren. Als nächste Schritte nannte er, politik- und sozialwissenschaftliche Wissensbestände zu nutzen und durch eine reflektierte Einstellung der Fachkräfte gegenüber der Politik die Diskurse im Bildungsbereich mitzugestalten.

Wir sagen ein dickes Dankeschön an alle Teilnehmer*innen der Jahrestagung für ihre rege Beteiligung, an alle Referent*innen, die uns ihr Fachwissen zur Verfügung gestellt haben und nicht zuletzt an Sozialminister Manne Lucha für die Zeit und die Diskussion!



SAVE THE DATE:
Die nächste Jahrestagung findet am 27.- 28. Mai 2019 in Herrenberg-Gültstein statt.

 

Zurück

Copyright 2018 Seaside Media. All Rights Reserved.