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Corona - Informationen - Verordnungen - Fragen & Antworten
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2020-06-18 15:38

Verordnungen und Rahmenbedingungen

Die neue Verordnung für die Kinder- und Jugendarbeit verweist an sehr vielen Stellen direkt auf Bestimmungen der
Allgemeinen Corona-Verordnung für Baden-Württemberg. Deshalb bitte diese Verordnung unbedingt lesen!

Corona Verordnung des Landes Baden-Württemberg
Wichtig zum Verständnis der allgemeinen Corona Verordnung ist auch die dazu veröffentlichte  Begründung.

Die Verordnung für die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit wird - abhängig vom Infektionsgeschehen in Baden-Württemberg - vom 1.7. bis zum 31.8.2020 gültig sein.

Verordnung des Sozialministeriums zur Eindämmung von Übertragungen des Corona-Virus (SARS-CoV-2) bei Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit

Die AG zur Öffnung der Kinder- und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit hat auch zur neuen Corona-Verordnung Empfehlungen und Hinweise zusammengestellt. Sie dienen zum einen der Erläuterung der neuen Auflagen für die Kinder- und Jugendarbeit und zum anderen als praktische Arbeitshilfe für die Erstellung von Hygienekonzepten, die für Einrichtungen und deren Angebote vorgeschrieben sind.

„Gemeinsame Empfehlungen und Hinweise für die Durchführung von und zur Hygiene bei Angeboten und für den Betrieb von Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit in Baden-Württemberg

Dazu ergänzend von der AGJF:
„Spezifische Hinweise und Erläuterungen für die Offene Kinder- und Jugendarbeit“

Informationen - Fragen & Antworten

In diesem Teil haben wir - nach Themenbereichen geordnet - noch einmal die wichtigsten Grundlageninformation zusammengestellt. Im Anschluss folgen jeweils die häufigsten Fragen und Antworten.

Bezeichnungen für die Verordnungen
Die allgemeine Corona-Verordnung des Landes wird im Text als „Corona-VO“ bezeichnet. Die spezifische Verordnung für die Kinder- und Jugendarbeit bzw. Jugendsozialarbeit wird als „Corona-VO KJA/JSA“ bezeichnet.

Offenes Angebot / Gruppenangebot

Wichtig für die Angebote der OKJA ist der Wegfall der Quadratmeter Regelung für die Angebote und die Anzahl der Besucher*innen in den Einrichtungen. 
Auch müssen die Angebote nicht mehr ausschließlich in festen Gruppen stattfinden. Für die Angebote gibt es auch keine inhaltlichen Vorgaben mehr - zunächst sind alle Angebote erlaubt, also auch Kochangebote, Ausfahrten etc. AUSNAHME: Tanzveranstaltungen sind nach wie vor untersagt!

Für die Einrichtungen sind jetzt zwei Formate für ihre Angebote möglich:

  1. Ansammlung
  2. Veranstaltung

Ansammlung 


Anwendung findet hier jetzt der Begriff der Ansammlung nach § 9 Corona-VO.
Sie bezeichnet ein Zusammentreffen von maximal 20 Personen (inklusive Betreuer*innen). Bei einer Ansammlung in der Einrichtung handelt es sich nicht um ein festes Angebot. Der Begriff gilt eigentlich für Treffen im Öffentlichen Raum und wurde auf den Offenen Bereich der OKJA übertragen um diesen wieder möglich zu machen.  
Hier gilt die Abstandsempfehlung und es besteht keine Masken- und Dokumentationspflicht. 
Die Teilnehmer*innen können wechseln (kommen und gehen), so lange die Obergrenze von 20 nicht überschritten wird. 
Wenn eine Einrichtung die Kapazitäten für mehrere Ansammlungen hat, dann muss zwischen diesen Ansammlungen der Abstand gewahrt sein.

Veranstaltung


Wird die Anzahl von 20 Personen überschritten, handelt es sich um eine Veranstaltung (§ 10 Corona-VO). Hier können bis zu 100 Personen (ohne Betreuende) teilnehmen. 

Ab dem 01.08. können bis zu 500 Personen (inclusive der Betreuende) teilnehmen. 
Es besteht keine Abstandspflicht, aber die Dokumentationspflicht – siehe § 6 Corona-VO. Hier ist zu beachten, dass, wenn die TN-Zahl von 100 überschritten wird, die Pflicht zur Aufteilung in 30er Gruppen besteht! Innerhalb der 30er-Gruppe gilt dann keine Abstandsregel. Verschiedene 30er-Gruppen sollen zueinander allerdings Abstand halten.

Während des Angebotes kann die Gruppe aufgefüllt werden, es können also weitere Besucher*innen hinzukommen. Jedoch darf die Gesamtzahl die Grenze von 100 nicht übersteigen!
 
Die Aufteilung in 30er Gruppen gilt logischerweise nur für Veranstaltungen. 
Sie ist vorgeschrieben bei mehr als 100 TN, also genaugenommen erst ab dem 1. August, wenn es 500 TN sein dürfen. Empfohlen ist sie allerdings schon bei kleineren Gruppen. Das kann sehr sinnvoll sein, wenn es Angebote sind, die das Abstandhalten schwierig machen. Dann sind kleinere Gruppen eine gute Idee, aber nicht zwingend. 

Die Entscheidung, welches Angebot wie definiert wird, liegt bei der jeweiligen Fachkraft bzw. dem Träger

Fragen und Antworten

Was genau ist der Unterschied zwischen Ansammlung und Veranstaltung?

Der Unterschied zwischen Ansammlung und Veranstaltung ist die TN-Zahl und die Dokumentation. Eine Ansammlung besteht aus maximal 20 Personen (incl. Betreuende). Die Personen müssen nicht dokumentiert sein. Die Teilnehmenden dürfen kommen und gehen.
Eine Veranstaltung besteht aus bis zu 100 Personen (ohne Betreuende). Ab dem 01.08. aus bis zu 500 Personen (inclusive Betreuende). Alle Personen müssen dokumentiert werden. Ein Auffüllen ist bis zur TN-Begrenzung ist möglich.

Wer legt fest, ob es sich um eine Veranstaltung oder um eine Ansammlung handelt?

Das können die Träger bzw. Einrichtungen selber definieren, je nach dem, mit welchem Andrang sie rechnen. Wenn voraussichtlich mehr als 20 Personen kommen, empfiehlt es sich, das Angebot gleich als „Veranstaltung“ zu definieren und alle Personen in einer Liste zu erfassen.

Was muss ich beachten, wenn ein oder mehrere Jugendliche, die bis gerade im Haus eine „Ansammlung“ bildeten, die Einrichtung verlassen – z.B. zum Eis essen oder Einkaufen fürs Kochen?

Wenn Jugendliche das Jugendhaus verlassen - z.B. um sich ein Eis zu holen - verlassen sie formal auch das Angebot. Draußen befinden sie sich im öffentlichen Raum und müssen die dort geltende Abstandsregel einhalten. Im Laden kommt die Maskenpflicht hinzu. Die Jugendlichen können jeder Zeit wieder ins Jugendhaus zurückkehren, wenn während ihrer Abwesenheit nicht andere Jugendliche angekommen sind, und die Gruppengröße von 20 Personen erreicht ist.

Müssen sich Besucher*innen vor ihrem Besuch in der Einrichtung dort anmelden?

Eine Voranmeldung ist im Hinblick auf die Corona-VO in keinem Fall notwendig.

Ist eine Dokumentation bei Ansammlungen empfehlenswert?

Wir würden sagen: Ja, es ist sinnvoll, auch bei Ansammlungen eine TN-Liste zu führen, vor allem dann, wenn nicht alle Personen bekannt sind. Es ist jedoch nicht vorgeschrieben. Die Daten müssen dann auch sicher aufbewahrt und nach 4 Wochen wieder gelöscht werden (s. auch unter Dokumentationspflicht)

Wird zwischen Innen- und Außenbereich unterschieden?

Nein, in der Verordnung findet sich keine Unterscheidung, die Regeln gelten gleichermaßen. Das Ansteckungsrisiko ist allerdings in Innenräumen deutlich größer als im Außenbereich. Deshalb gibt es die Empfehlung, möglichst viele Angebote nach draußen zu verlagern. Insbesondere bewegungsintensive Angebote, oder Angebote, bei denen der Abstand von 1,5m regelmäßig unterschritten wird, finden besser draußen statt.

Dokumentationspflicht

Die Pflicht zur Dokumentation besteht nur bei Veranstaltungen, nicht bei Ansammlungen. Sie richtet sich dann nach § 6 der  Corona-VO (Datenerhebung).
Kommen also zu einem Angebot voraussichtlich mehr als 20 Personen, dann ist es wichtig, vom ersten Besucher/von der ersten Besucherin an zu dokumentieren! Nachträglich zu dokumentieren wird womöglich sehr schwierig!

Fragen und Antworten

Welche Daten müssen im Rahmen eines Angebots erhoben werden?


Nach § 6 Corona-VO müssen zur Datenerhebung von Besucher*innen oder Teilnehmer*innen folgende Daten erhoben werden:

  • Vor- und Nachname
  • Anschrift
  • Datum und Zeitraum der Anwesenheit
  • Telefonnummer oder E-Mail-Adresse.

Diese Daten sind für einen Zeitraum von vier Wochen aufzubewahren und sodann zu löschen. Es ist zu gewährleisten, dass unbefugte Dritte keine Kenntnis von den Daten erlangen. Die Daten sind auf Verlangen der zuständigen Behörde zu übermitteln, sofern dies zur Nachverfolgung von möglichen Infektionswegen erforderlich ist.
Die zur Datenerhebung verpflichteten Personen, die die Erhebung ihrer Kontaktdaten verweigern, sind von dem Besuch oder der Nutzung der Einrichtung oder der Teilnahme der Veranstaltung auszuschließen. (Quelle: www.ljrbw.de/corona).

Gibt es Formvorschriften zur Datenerhebung?

Nein, das kann eine einfache Liste mit den notwendigen Angaben sein.

Abstandsregelung

Abstandsregel (§ 2 Corona-VO)

Die Corona-VO unterscheidet nach wie vor zwischen der Abstandsempfehlung (§2 Abs 1 Corona-VO) und der Abstandspflicht (§ 2 Abs 2 Corona-VO).

Nach der neuesten Information aus dem Ministerium gilt für die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit die Abstandsempfehlung – unabhängig davon, ob die Angebote in der Einrichtung, im Außengelände oder im öffentlichen Raum stattfinden, unabhängig davon, ob es sich um eine Ansammlung oder eine Veranstaltung handelt.

Wird ein Angebot aus der Einrichtung heraus in den öffentlichen Raum verlagert, dann gilt zunächst nach § 2 Abs 3 CoronaVO KJA/JSA die Abstandspflicht bei Gruppen von mehr als 20 Personen. Gerade bei Veranstaltungen mit mehr als 20 Teilnehmenden ist jedoch eine Abstandspflicht unter dem Gesichtspunkt der Aufsichtspflicht kaum praktikabel, die Teilnehmenden wären im öffentlichen Raum weit verstreut. Deshalb kommt an der Stelle die Frage der Zumutbarkeit ins Spiel. Bei den meisten Veranstaltungen der Kinder- und Jugendarbeit dürfte die strikte Einhaltung der Abstandspflicht im öffentlichen Raum unzumutbar sein. 

Fragen und Antworten

Gilt die Abstandsempfehlung bei Veranstaltungen nur für Teilnehmer*innen / gilt für Mitarbeiter*innen eine Abstandspflicht?

Die Abstandsempfehlungen gelten für Teilnehmende und Mitarbeiter*innen gleichermaßen. Da wird kein Unterschied gemacht (die Schulen machen einen, die Kinder- und Jugendarbeit nicht).

Muss in Gruppen unter 20 Personen im öffentlichen Raum Abstand untereinander gehalten werden?

Für alle Angebote der Kinder- und Jugendarbeit gilt generell die Abstandsempfehlung, unabhängig davon, ob sie im öffentlichen Raum stattfinden oder nicht und unabhängig von der Personenzahl.

Wie ist das bei Konzerten? Gilt da auch die Abstandspflicht?

Ja, hier gilt die Pflicht. Für Kulturveranstaltungen gilt die Regel der festen Plätze mit Abstand. Dann können allerdings bis zu 250 Personen auch im Juli schon teilnehmen!

Wenn die 1,5 m Abstand nicht eingehalten werden können, müssen dann weiterhin Mundschutze oder andere Barrieren genutzt werden?

Es gibt keine Pflicht, Mundschutz zu tragen. Auch andere Barrieren sind nicht zwingend anzubringen. Es ist jedoch sicherlich sinnvoll, sich im Zuge eines Hygienekonzeptes zu überlegen, wo solche Maßnahmen (Maskenpflicht, andere Barrieren) sinnvoll sind.

Kann man Ferienfreizeit mit mehr als 100 Personen gänzlich ohne Abstand durchführen?

Es gilt die Abstandsempfehlung. Bei mehr als 100 Personen müssen Kleingruppen mit max. 30 Personen gebildet werden. Innerhalb der 30er Gruppen muss kein Abstand gehalten werden. Die Gruppen sollen jedoch untereinander Abstand halten.
Die Tatsache, dass keine Pflicht formuliert wird, bedeutet nicht, dass Abstandhalten plötzlich egal ist. Nach wie vor gilt, dass ein Mindestabstand gut vor Infektionen schützt! 

Spielt das Alter der Kinder bei der Abstandspflicht eine Rolle?

Wir wissen, dass es nicht immer möglich ist, den empfohlenen Abstand einzuhalten. Ein Kind auf Abstand bei Heimweh oder anderen Ereignissen zu trösten ist nicht möglich, ebenso, wenn Kinder sich im Spiel vertiefen. Dabei handelt es sich um die "Unzumutbarkeit", von der in den Empfehlungen die Rede ist.
Wenn es pädagogisch notwendig ist, darf die Abstandsempfehlung also unterschritten werden. Entscheidet situativ und verantwortungsvoll.

Gilt die Abstandsregel auch im Erste-Hilfe-Fall?

Generell gilt die Abstandsempfehlung. Bei Verletzungen stehen Bergung, Wundversorgung an erster Stelle. Hier kann natürlich kein Abstand gehalten werden.
Wenn die Hilfe planbar ist z.B. bei einem Verbandswechsel, empfiehlt sich ein Mundschutz und Handschuhe.

Darf man Angebote mit Körperkontakt machen?

Die Abstandsempfehlung gilt, ist aber keine Pflicht mehr. Körperkontakt ist somit nicht verboten.
 Im Sinne verantwortungsvollen Handelns sollte direkter Kontakt jedoch so gut es geht eingeschränkt werden.

Sind Abstandsmarkierungen auf dem Gelände noch notwendig?

Ja! Es gibt immer noch bindende Hygieneanforderungen (§4 der Corona-VO).
Es müssen nach wie vor Besucherströme und Warteschlangen gelenkt werden. Regelmäßiges Lüften ist vorgeschrieben, ebenso die regelmäßige Reinigung von Oberflächen und Gegenständen, die häufig von Personen berührt werden. Dort sind auch die Zutritts- und Teilnahmeverbote geregelt. (s. auch Hygienekonzept / Desinfektion)

Gibt es eine Zutrittsbeschränkung zu kleinen Räumen, z.B. Sanitärräumen?

Nein, da die Abstandsempfehlung gilt, gibt es keine Beschränkung. Dennoch muss im Hygienekonzept beschrieben sein, wie die Abstandsempfehlung umgesetzt wird. Das gilt dann für alle Räume.

An- und Abreise zu Veranstaltungen

Bei einer organisierten Anreise zum Veranstaltungsort (Veranstaltung beginnt bei Abfahrt) gilt eine Maskenpflicht in allen Fahrzeugen, egal ob Bus, ÖPNV oder Privat-PKW.

Bei einer privaten Anreise (Veranstaltung beginnt am Veranstaltungsort) gelten die Regelungen für den öffentlichen Raum, also Ansammlungen bis 20 Personen sind erlaubt – Abstandsempfehlung und keine Maskenpflicht.

Fragen und Antworten

Dürfen die Autos jetzt wieder voll besetzt werden, wenn alle Mundschutz tragen?

Ja, Autos dürfen voll besetzt werden. Mundschutz ist abhängig davon, ob die Anreise privat erfolgt oder vom Veranstalter organisiert ist.
Die Pflicht für den Mundschutz besteht nur bei der vom Veranstalter organisierten AN- und ABREISE zu Angeboten. Das gilt im Übrigen nicht nur für Anfahrten zu Zeltlagern/Ferienlagern, sondern für alle Ausfahrten!

Gibt es die Möglichkeit, Fahrgemeinschaften zu gründen oder Busunternehmen zu verwenden?

Fahrgemeinschaften sind erlaubt. Hierfür gibt es keine bestimmten Regeln, es schadet aber nicht, Masken zu tragen. Man kann auch Reisebusse mieten – dort greift die ReisebusseVO, aber das wissen die jeweiligen Unternehmen natürlich.
Wenn die Fahrgemeinschaft, z.B. in einem Kleinbus, privat (z.B. von den Eltern) organisiert ist, gelten keine Regeln. Wenn der Veranstalter den Bus organisiert, gelten die Regeln des ÖPNV (also: Maske auf).

Maskenpflicht

Es gibt für die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit keine Maskenpflicht – mit einer Ausnahme: Bei der vom Veranstalter organisierten An- und Abreise zu den Angeboten. Dort gelten die Regeln des ÖPNV, also: Maske tragen!

Speisen und Getränke

Kochen und gemeinsames Essen ist in vielen Einrichtungen der OKJA Alltag. Dies ist jetzt auch wieder möglich. Dabei sollten, wenn möglich, die Abstandsregeln eingehalten werden.
Für Kochangebote und Grillen gelten die allgemeinen Hygieneregeln für dem Umgang mit Lebensmitteln natürlich weiterhin. In diesem Sommer gehört dazu auch, dass darauf geachtet wird, dass Speisen und Getränke nicht von allen angefasst werden (müssen).
Speisen und Getränke dürfen im Jugendhaus wieder verkauft werden.
Die Kinder und Jugendlichen dürfen mitgebrachte Speisen und Getränke zu sich nehmen. Keine Vorschrift, aber dennoch wichtig: Jede*r Besucher*in sollte sein eigenes Besteck und Geschirr benutzen.

Fragen und Antworten

Darf man einen Großeinkauf fürs Grillen machen oder müssen alle selbst ihre Salate und Grillgut mitbringen?

Die Einrichtung darf für alle einkaufen. Es ist darauf zu achten, dass Geschirr, Besteck und Gläser nicht geteilt werden. Auch sollten sich nicht alle auf einmal um das Feuer quetschen. Ein Grillen in mehreren Gruppen hintereinander ist da sinnvoll.

Sind bei der Ausgabe von Speisen besondere Regeln zu beachten?

Neben den allgemeinen Hygienevorschriften, die auch ohne Corona gelten, gibt es dafür keine speziellen Regelungen mehr. Bitte aber derzeit sehr auf Hygiene achten!

Sportangebote und Singen

Die Informationen zu Sportangeboten und Singen stammen alle aus den Corona-FAQs des Landesjugendringes: www.ljrbw.de/corona. Dort stehen zudem viele weitere Informationen rund um Zeltlager, Ferienfreizeiten etc.


Einzelheiten für Sportangebote sind in der Sport-Verordnung zu finden: 
LINK
Regelungen für das gemeinsame Singen sind in der Corona Verordnung für Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen: LINK

Fragen und Antworten

Dürfen Gruppen gemeinsam singen?

Gesangseinlagen sollten am besten gänzlich in den Außenbereich verlagert werden, das ist am sichersten. Beachtet die Übertragungswege: ihr müsst den Mindestabstand von 2m von Personen zueinander einhalten, entscheidet also je nach Gruppengröße.
 Dieser Abstand wird in der Corona-Verordnung Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen durch das Kultusministerium geregelt.

Sind sportliche Aktivitäten mit Körperkontakt erlaubt?

Sport mit Körperkontakt kann wieder stattfinden – bitte handelt verantwortungsvoll und beachtet die Regelungen der Corona Verordnung für den Sport.

Sind Ballsportarten erlaubt?

In den Empfehlungen wird auf S. 9 auf die VO für den Sport verwiesen: dort sind die Rahmenbedingungen genannt. Sportangebote sind außerdem möglichst im Außenbereich durchzuführen.

Sind Pools/Planschbecken unbedenklich?

Sie sind nicht verboten, aber schaut auf die Regelungen in den Freibädern. Besser wäre, evtl. in diesem Jahr andere Aktivitäten zu wählen.

Ist ein Ausflug an einen Badesee denkbar?

Das müsst ihr einschätzen. Es spricht aus Corona-VO-Sicht nichts dagegen.

Hygienekonzept / Desinfektion

Jede Einrichtung muss ein Hygienekonzept erstellen! Das ist Pflicht. Genauso braucht ihr grundsätzlich für jede Veranstaltung ein Hygienekonzept. Das sagt der §2 Absatz 4 der Corona-VO KJA/JSA und § 10 der Corona-VO. Das Hygienekonzept muss beschreiben, wie die allgemeinen Vorschriften in § 4 Corona-VO umgesetzt werden. Runtergebrochen und etwas zusammengefasst heißt es da:

  • Die Besucher*innenströme sollen so geleitet und beschränkt werden, dass es weiterhin möglich ist, die Abstandsempfehlung von 1,5m einzuhalten. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass sich keine Warteschlangen bilden.
  • Räume, in denen sich Personen aufhalten, sollten regelmäßig (stoß-)gelüftet werden. Wenn ihr Lüftungsanlagen habt, müsst ihr diese regelmäßig warten lassen.
  • Gegenstände und Oberflächen, die häufig angefasst werden, müssen regelmäßig gereinigt werden (Seife genügt!), genauso wie Sanitärbereiche (Toiletten, Duschen, …).
  • Gegenstände, die in den Mund genommen werden, müssen direkt nach Benutzung gereinigt oder desinfiziert werden.
  • Ihr müsst immer genügend Seife zur Verfügung stellen. Wenn es keine Möglichkeit gibt die Hände zu waschen, muss stattdessen Desinfektionsmittel bereitstehen. Wichtig ist auch, dass ihr Einmal-Handtücher benutzt oder „andere gleichwertige hygienische Handtrockenvorrichtungen“. Wenn ihr Stoffhandtücher oder andere Textilien zur Verfügung stellt, müssen diese direkt nach der Benutzung gewechselt werden
  • Ihr müsst die Kinder und Jugendlichen über die aktuellen Hygienestandards / die Regeln eures Hygienekonzepts informieren: z.B. wo sie Hände waschen können und wie das am besten geht, wann sie an Angeboten nicht teilnehmen dürfen (z.B. wenn sie Erkältungssymptome haben), dass sie Abstand halten müssen…


Prinzipiell müsst ihr euer Hygienekonzept nicht „genehmigen lassen“ oder einer Behörde vorlegen. Werdet ihr aber danach gefragt, seid ihr dazu verpflichtet, es vorzulegen und darüber Auskunft zu erteilen.

Fragen und Antworten

Brauche ich für jede Veranstaltung ein eigenes Hygienekonzept (z.B. für das Ferienprogramm)?

Das Hygienekonzept kann umfassend für alle Angebote formuliert sein, wenn sie die verschiedenen Aspekte der Einzelveranstaltungen mit regelt. Evtl. ist es sinnvoll, die Veranstaltungen zu kategorisieren, sonst wird sie durch zahlreiche Einzelregelungen unübersichtlich.

Werden Ferienangebote von anderen Veranstaltern (z.B. Sportverein) durchgeführt – welches Hygienekonzept gilt dann?

Alle Veranstalter, die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit durchführen, brauchen auch ein Hygienekonzept für ihre Veranstaltung. Das ist für sie genauso Pflicht wie für die Einrichtungen der OKJA. Manche brauchen vielleicht Unterstützung bei der Erarbeitung.

Was muss man beim Reinigen und Desinfizieren beachten?

In der Verordnung heißt es nur, dass ihr regelmäßig Flächen und Gegenstände, die häufig berührt werden, reinigen müsst. Das heißt auch: ihr müsst nicht wild desinfizieren! Seife reicht völlig aus. Was wer wie oft reinigt, müsst ihr in eurem Hygienekonzept festlegen.
Die Reinigung muss auch nicht zwingend dokumentiert werden, empfiehlt sich aber vorsichtshalber, falls es zum Infektionsgeschehen kommen sollte.

Wenn sich Gegenstände schlecht reinigen lassen, kann ich diese dann nicht mehr benutzen?

Tatsächlich ist regelmäßiges Reinigen manchmal gar nicht so leicht, z.B. bei Unokarten oder anderen Gesellschaftsspielen. Wir empfehlen, hier eine "Quarantäne Box" anzulegen. Das heißt, alles, was benutzt wurde und sich nicht reinigen lässt, kommt für 24 Stunden in Quarantäne. Am nächsten Tag kann das Spiel dann wieder gespielt werden. Bei manchen kleinteiligen Gegenständen ist es vielleicht auch möglich, sie in die Spülmaschine zu packen (z.B. Lego). Hier empfiehlt es sich, kreativ zu sein.

Gibt es ein Muster für ein veranstaltungsspezifisches Hygienekonzept?

Ihr dürft euch gerne bei der Akademie der Jugendarbeit BW bedienen: https://www.jugendakademie-bw.de/kleingedrucktes/veranstaltungsspezifisches-hygienekonzept.html
Ein weiteres Muster, von der Beladung des Busses bis zur Abgabe der Kids nach der Freizeit, findet ihr im Konzept der KJG Mainz-Laubenheim (ggf. an die Bedinungen vor Ort anpassen): https://kjglaubenheim.de/zeltlager-hygienekonzept/ (Quelle: www.ljrbw.de/corona).

Muss für ein mehrtägiges Wochenendseminar mit Übernachtung ein Präventions- und Ausbruchsmanagement erstellt werden?

Hierzu haben wir vom Sozialministerium folgende Auskunft erhalten:
"Das Präventions- und Ausbruchsmanagement richtet sich in seinem Ausmaß und seiner Intensität nach der Dauer und Art des Angebots und den Beteiligten. Bei zeitlich kurzen Angeboten wie beispielsweise Wochenendseminare sind vor allem die folgenden Schritte sicherzustellen:

  • Die Beauftragten für das Management sind zu benennen.
  • Die Information aller Beteiligten im Vorfeld muss erfolgen.
  • Eine Person mit Symptomen, die auf eine mögliche Covid-19 Erkrankung hinweisen, muss natürlich unverzüglich zum Arzt und kann nicht weiter an der Veranstaltung teilnehmen.
  • Sollte der Verdachtsfall vom Arzt positiv bestätigt werden, ist das lokal zuständige Gesundheitsamt (sofern es nicht schon tätig geworden ist) zu informieren und diesem die Kontaktdaten aller Beteiligten zu übermitteln, auch wenn zwischenzeitlich das Angebot beendet ist. Die Information der Beteiligten erfolgt dann in Absprache mit oder durch das lokal zuständige Gesundheitsamt."

(Quelle: www.ljrbw.de/corona).

Auch an der Stelle ist die Eigenverantwortung des Trägers gefragt. Es kommt auf die Dauer und Art des Angebotes an. Je länger je mehr Kinder/Jugendliche, je weniger die Abstandsempfehlung eingehalten werden kann, desto genauer und umfassender muss das Präventions- und Ausbruchsmanagement ausformuliert sein.

Braucht man das Präventions- und Ausbruchsmanagement bei jeder Art von Freizeit oder nur bei Freizeiten mit Übernachtungen?

Verpflichtend ist es bei Freizeiten mit Übernachtung. Es schadet aber trotzdem nicht, sich dazu Gedanken zu machen und es zu verschriftlichen (Quelle: www.ljrbw.de/corona).

Ferienprogramme, Stadtranderholung und Spielstädte

Solche Angebote sind wieder erlaubt.
Sie werden als „Veranstaltung“ definiert. Es gelten die bereits genannten Regelungen: 100 TN im Juli, bis zu 500 Teilnehmende (incl. Betreuende) ab dem 01.08. Bei mehr als 100 TN müssen Gruppen mit max. 30 Personen gebildet werden. Es gibt keine Vorschriften zur Größe des Geländes o.ä. Wichtig auch hier: es ist ein Hygienekonzept erforderlich!

Bei mehrtägigen Veranstaltungen inklusive Übernachtung  ist ein Präventions- und Ausbruchsmanagement verpflichtend. Je länger die Veranstaltung dauert, je weniger die Abstandsempfehlung eingehalten werden kann, desto aufwändiger und genauer muss es ausformuliert werden.

Die Ausgabe von Speisen und Getränken ist möglich. Es wird nochmal besonders auf die ohnehin schon geltenden Hygieneregelungen im Umgang mit Lebensmitteln verwiesen. Darüber hinaus sollte darauf geachtet werden, dass die Teilnehmenden ihr Geschirr/Besteck nicht gemeinsam nutzen, ihr Essen nicht teilen. Klar ohnehin auch hier die besondere Handhygiene!

Auf der Homepage des Landesjugendrings Baden-Württemberg findet sich eine umfangreiche Fragen- und Antwortsammlung zum Themengebiet Ferienprogramme.
Hier geht es zu den FAQs : https://www.ljrbw.de/corona


Formblatt zur Meldung von Veranstaltungen
Das Formblatt für die Meldung einer Veranstaltung mit Übernachtung außerhalb des eigenen Haushaltes (also: Zeltlager, Ferienlager, Ferienfreizeit etc.) ist eine Empfehlung, keine zwingende Vorgabe. 
Bei einer mehrtägigen Veranstaltung mit einer größeren Gruppe (wir empfehlen: ab 20 Personen) ist es jedoch wichtig, dass das zuständige Gesundheitsamt und die Ortspolizeibehörde darüber informiert werden, was in ihrem Zuständigkeitsbereich stattfindet. Dann sind im Infektionsfall die Wege kürzer und es kann rascher reagiert werden. Das gibt für alle Beteiligten mehr Handlungssicherheit.

Download: Formblatt zur Mitteilung an das örtlich zuständige Gesundheitsamt sowie das zuständige Ordnungsamt

Fragen und Antworten

Muss das Formblatt auch für Programme ohne Anmeldung ausgefüllt werden?

Das Formblatt basiert auf einer Empfehlung, nicht auf einer Pflicht. Die Corona-VO schreibt da nichts vor. Es richtet sich an Veranstaltungen MIT Übernachtung außerhalb des Haushaltes.

Müssen ehrenamtliche Betreuer*innen zwischen Freizeiten noch die „Karenzzeit“ von 2 Wochen einhalten?

Nein, diese Pflicht besteht nicht mehr.

Teilnahmeverbot für Verdachtsfälle / Arbeitsschutz

Das Zutritts- und Teilnahmeverbot regelt der §7 der Corona-Verordnung. 
Es gilt, wenn eine Person

  • im Kontakt mit einer mit dem Coronavirus infizierten Person steht oder stand, wenn seit dem letzten Kontakt noch nicht 14 Tage vergangen sind,
  • oder sie die typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus aufweist (Geruchs- und Geschmacksstörungen, Fieber, Husten sowie Halsschmerzen). Dieses Verbot gilt nicht, wenn eine Nicht-Teilnahme im Einzelfall unzumutbar ist, die Teilnahme aus bestimmten Gründen erforderlich ist oder das Ansteckungsrisiko für Andere durch besondere Schutzmaßnahmen minimiert ist.


Die Einschränkung des Verbotes dürfte in der Jugendarbeit allerdings selten zutreffend sein.

Arbeitsschutz


Die Corona-VO trifft in § 8 recht umfangreiche Regelungen zum Arbeitsschutz von Mitarbeitenden. Da geht es um umfassende Information, ausreichende Möglichkeiten zur Hygiene, Mund-Nasen-Schutz und darum, dass Vorerkrankungen beim Einsatz entsprechend berücksichtigt werden. Arbeitnehmer*innen sind jedoch nicht verpflichtet, dem Arbeitgeber Vorerkrankungen mitzuteilen.
Darüber hinaus empfehlen wir die Hinweise des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Hinweise zu Arbeitsschutzstandards

Fragen und Antworten

Wie stelle ich sicher, dass ein Kind/ein Jugendlicher nicht krank ist?

Grundsätzlich könnt ihr nie vollkommen sicherstellen, dass ein Kind oder ein Jugendlicher nicht infiziert ist. Ihr seid auch nicht dazu verpflichtet, Fieber zu messen. Auch eine so genannte „Selbstauskunft“ zum Gesundheitszustand ist nicht notwendig. All diese Maßnahmen sind sowieso hinfällig, sobald eine falsche Selbstauskunft gegeben wird oder z.B. noch schnell vor dem Treffen mit Freunden ein fiebersenkendes Mittel geschluckt wird. Umso wichtiger ist es also, den Kindern und Jugendlichen in Gesprächen immer wieder zu vermitteln, wie wichtig es ist, dass sie selbst einschätzen, wann sie nicht teilnehmen können. Hier ist vielmehr pädagogische Vermittlungsarbeit gefragt als konkrete Überprüfung.

Was ist mit Jugendlichen, die Erkältungssymptome haben, aber einen negativen Coronatest aufweisen können?

Grundsätzlich schließt die Corona-Verordnung Personen mit coronatypischen Krankheitssymptomen von einer Teilnahme aus. Da der Coronatest nicht weiter erwähnt wird, gilt dies auch in einem solchen Fall, in dem ein Jugendlicher einen negativen Test vorweisen kann. Tests sind leider auch nur teilweise aussagekräftig; zum einen können sie falsch ausschlagen, zum anderen kann der Jugendliche auch nach dem Test mit einer mit Corona-infizierten Person in Kontakt gekommen sein (und dann die Erkältungssymptome entwickeln).

Gibt es eine Empfehlung für Kinder mit Behinderung?

Kinder mit Behinderungen müssen nicht ausgeschlossen werden. Allerdings wird „Personen mit Vorerkrankungen bzw. besonders gefährdeten Gruppen empfohlen, eine Entscheidung über eine Teilnahme sorgfältig abzuwägen. Es empfiehlt sich zur Klärung ein Gespräch zwischen Trägern, Teilnehmenden und Erziehungsberechtigten.“ (Quelle: "Gemeinsame Empfehlungen..." S.12)
Dabei gilt es Risiko und Präventionsmaßnahmen abzuklären, damit alle Beteiligten verantwortlich handeln können. Es spielen individuelle Faktoren des Angebots eine Rolle (Gruppengröße, Art der Aktivitäten, wie gut kann Abstand gehalten werden, Kompetenzen der Teamer*innen, gibt es Assistenz).
Träger sollten von den Erziehungsberechtigten oder Teilnehmenden bereits bei der Anmeldung abfragen, ob mögliche Vorerkrankungen (z.B. Asthma) und chronische Symptome, die denen einer Covid-19-Infektion ähneln, vorliegen. Das vermeidet Irritation am Abreisetag…
Eine Teilnahme von Kindern und Jugendlichen mit akuten Erkrankungssymptomen ist generell nicht möglich 
(Quelle: www.ljrbw.de/corona).

Müssen Eltern schriftlich versichern, dass die Kinder gesund sind, keinen Kontakt zu Infizierten hatten und/oder Vorerkrankungen haben?

Nein, dazu gibt es keine Verpflichtung. Die Info, dass Kinder mit Verdacht auf eine Infektion nicht teilnehmen dürfen, sollte im Elterninfobrief stehen.
Wenn es euch sinnvoll erscheint, eine solche Versicherung schriftlich zu haben, könnt ihr das z.B. als Checkbox in eure Freizeit-Anmeldung direkt einbauen oder auf einem extra Blatt bestätigen. In den FAQs des Landesjugendringes findet sich ein Vorschlag, wie das konkret aussehen kann (www.ljrbw.de/corona). Wir empfehlen eine solche schriftliche Versicherung jedoch nicht.

Dürfen haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, die der Risikogruppe angehören, bei Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt werden?

Nein. Nach § 8 der Corona-VO dürfen haupt- und ehrenamtliche Betreuende, die einer Risikogruppe angehören, nicht für Tätigkeiten mit "vermehrtem Personenkontakt" und wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann, eingesetzt werden. Das ist eine klare Ansage. Bitte sehr darauf achten! Wer der Risikogruppe angehört, entscheidet im Zweifelsfall der Arzt.

Kooperationen und Vermietungen

Kooperationen mit der Schule
Hier ist die Situation etwas unübersichtlich. Nach § 2 Abs 4 der Corona-VO zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs sind außerunterrichtliche Aktionen, wie auch die Mitwirkung außerschulischer Partner, untersagt. Ausnahme bilden die Angebote für die Ganztagsschule, die weiterhin mit Kooperationspartnern durchgeführt werden können. Ausnahmen kann die Schulleitung auch für Veranstaltungen der Schulsozialarbeit zulassen, das kommt aber auf die jeweilige Schule an.
Etwas anders sieht es bei Raumnutzungen in den Ferien und in unterrichtsfreien Zeiten aus. Diese sind nach § 7, Ziff 4 CoronaVO Schule von der Untersagung ausdrücklich ausgenommen,  das liegt also in der Entscheidung der Schulleitung.

Vermietung von Räumen in der Einrichtung
Diese sind wieder möglich. Rein formal gesehen könnte eine Vermietung als Privat-Veranstaltung gesehen werden, die keine Hygieneauflagen erfordert. Allerdings gilt das Hygienekonzept ausdrücklich für eine Einrichtung. Wir empfehlen daher, im Mietvertrag das Hygienekonzept der Einrichtung bindend zu vereinbaren. Je nachdem, wer Mieter*in ist, kann es auch angebracht sein, die Einhaltung zu kontrollieren. Das ist vielleicht formal nicht verpflichtend, jedoch nach unserer Einschätzung Teil verantwortungsvollen Handelns in der Pandemiesituation.

Fragen und Antworten

Braucht der Träger der Schulsozialarbeit ein extra Hygienekonzept, wenn er eine Veranstaltung durchführt, oder gilt das Konzept der Schule?

Ist die Veranstaltung eine Schulveranstaltung, dann gilt das Konzept der Schule und der Träger braucht kein eigenes. Bis zum Ende des Schuljahres ist diese Variante zwingend, da außerunterrichtliche Veranstaltungen ohnehin untersagt sind.

Können die Mieter*innen einer Räumlichkeit im Jugendhaus gezwungen werden, sich an das Hygienekonzept der Einrichtung zu halten?

Das kann im Mietvertrag bindend vereinbart werden. Dann hat sich der Mieter/die Mieterin auch daran zu halten.

Wenn wir Räume vermieten, wer ist dann für das Hygienekonzept zuständig?

Prinzipiell gilt: in eurer Einrichtung gelten eure Regeln, also auch euer Hygienekonzept. Das sollte auf alle Fälle mit den Mieter*innen klar besprochen sein. Es ist auch möglich, ein Hygienekonzept spezifisch für Vermietungen zu formulieren. Im Zweifelsfall ist es durchaus angebracht, das auch zu kontrollieren. Im Infektionsfall wird (zumindest was die öffentliche Wahrnehmung angeht) das Jugendhaus als Verursacher gesehen werden – überlegt also auch welchen Gruppen ihr zutraut sich an die Vorgaben zu halten… 

Spielmobile

Der Einsatz ist möglich unter verschiedenen Bedingungen:


  • Analog der Regelung für den Offenen Bereich der Jugendzentren können sich bis zu 20 Kinder (incl. Betreuer*innen) an einer Aktion des Spielmobils beteiligen. Diese wird dann als Ansammlung eingeordnet. Es besteht keine Dokumentationspflicht und es gilt die Abstandsempfehlung.
  • Wenn mehr Teilnehmende erwartet werden, empfiehlt es sich nach einem abgegrenztem Gelände Ausschau zu halten bzw. ein passendes Gelände selbst mit Absperrbändern oder ähnlichem abzugrenzen und die Aktion als Veranstaltung durchzuführen. Hier besteht dann Dokumentationspflicht! Sicherlich keine einfache Übung, jedoch bei Teilnehmendenzahlen von mehr als 20 nicht zu umgehen. Es gilt ebenfalls die Abstandsempfehlung.
  • In Absprache (und nur dann) mit dem Ordnungsamt können Flächen als „temporäre Spielplätze“ definiert werden. Hier gelten dann die Regelungen für den Besuch von Spielplätzen, d.h. zum Beispiel liegt es in der Verantwortung der Eltern bzw. der Aufsichtspersonen (und das können die Fachkräfte der Spielmobile sein!) für die Einhaltung des Abstandes zu sorgen.

Selbstverständlich stehen wir weiterhin für alle Eure Fragen zur Verfügung, per Mail und per Telefon.
Bei Unklarheiten unterstützen wir Euch gerne!

Wiederöffnung der Einrichtungen – leicht(er) gemacht!

Wie können die Vorgaben der Corona-Verordnung bei der Wiederöffnung der Einrichtungen Offener Kinder- und Jugendarbeit konkret umgesetzt werden? Was geht und was geht nicht? Und wie soll denn ein Hygienekonzept aussehen?
Anregungen und Empfehlungen finden Sie unter: 

https://www.agjf.de/index.php/newsreader/hygienekonzepte-fuer-angebote-der-okja-in-corona-zeiten.html

 

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