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Aktuelles

Einrichtungen der OKJA dürfen weiterhin für Kinder und Jugendliche da sein!

16.12.2020

 

Die Einrichtungen der OKJA bleiben weiterhin offen! Die neuen Corona-VO bestimmt NICHT die Schließung von Jugendhäusern und anderen Einrichtungen der OKJA. Allerdings ist ein offener Betrieb nicht mehr möglich.

Erlaubt sind Veranstaltungen nur nach bestimmten Leistungen des SGB VIII, die eindeutig definiert werden:
Es sind die §§ 13, 14, 27 bis 35, 35a, 41 sowie §§ 42 bis 42e mit Ausnahme von § 42a Absatz 3a des Achten Buches Sozialgesetzbuch – Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII).

Das bedeutet, dass Angebote der außerschulischen Jugendbildung nach § 11 nicht mehr stattfinden können.

Die Zuordnung der „Kinder- und Jugendsozialarbeit“ zur sozialen Fürsorge ist in den FAQs explizit benannt. Dort hat die Kinder- und Jugendarbeit unter dem Titel „Was ist mit Kinder- und Jugendarbeit?“ ein eigenes Kapitel. Es geht also um Beratungs- und Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche in schwierigen Situationen. Diese Situationen dürften jedoch in den kommenden Wochen häufiger auftreten.

Wichtig ist auch, dass die Beschränkungen der Ansammlungen ausdrücklich nicht für die Veranstaltungen der sozialen Fürsorge gelten (§9 Abs 2). Damit sind grundsätzlich auch Gruppenangebote zulässig. Natürlich gelten hier nochmal in besonderem Maße die Hygienebestimmungen.

Interessant ist die Ausnahme, die § 14 betrifft: erzieherischer Kinder- und Jugendschutz. Alle Maßnahmen, die darunterfallen, sind also ebenfalls erlaubt.

Weiterhin geschlossen sind alle Einrichtungen, die der „Freizeitgestaltung zuzuordnen sind, wie Jugendtheater, Jugendkinos“. Auch Kinder- und Jugendfreizeiten bleiben untersagt. Das bedeutet: keine Skifreizeiten über die Weihnachtsferien, leider auch keine anderen, freizeitbezogenen Ferienangebote.

Alles, was unter Kinder- und Jugendsozialarbeit gefasst werden kann, ist dagegen erlaubt.

Die aktuelle Infektionslage macht es in besonderem Maße notwendig, zwischen den Belangen des Infektionsschutzes und den Bedarfen der Kinder und Jugendlichen abzuwägen – in jedem Einzelfall und bei jedem Angebot. Notwendige Angebote dürfen und sollen gemacht werden, vermeidbare Kontakte sollen vermieden werden. Das dürfen wir bei aller Solidarität mit den Kindern und Jugendlichen nicht vergessen. Wir schützen damit auch sie!

Die neue Verordnung findet sich hier:

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/

Die FAQs finden sich hier:

https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/faq-corona-verordnung/

Die neuen Regelungen in der Corona-VO, vor allem die §§ 1b – 1h sind gegenüber den bislang geltenden Corona-VOs vorrangig, d.h. diese Regelungen ersetzen teilweise die in den anderen Verordnungen getroffenen Regelungen. Das gilt auch für die Corona-VO KJA/JSA!

In § 1b Abs 2, Ziff 6 werden die genannten Veranstaltungen der Kinder- und Jugendhilfe ausdrücklich zugelassen.

Bedeutsam für die OKJA sind auch die Ausnahmetatbestände für die Ausgangsbeschränkungen, nachzulesen in §1c.

Für die Zeit zwischen 5 Uhr und 20 Uhr (§ 1c Abs 1):

  • Natürlich können logischerweise die Veranstaltungen der OKJA, soweit sie den Beschränkungen entsprechen, besucht werden, das ist ein triftiger Grund (§1c Abs1, Ziff 2).
  • Zu Ziff 9 s. unten bei den Ausnahmetatbeständen zwischen 20 Uhr und 5 Uhr.
  • Interessant ist auch Ziff 15 in diesem Paragrafen: „15. Sport und Bewegung im Freien ausschließlich alleine, mit einer weiteren nicht im selben Haushalt lebenden Person oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts; Kinder der jeweiligen Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei nicht mit,…“ Das bedeutet, dass Spaziergänge mit Kindern und Jugendlichen im öffentlichen Raum möglich sind!

Für die Zeit zwischen 20 Uhr und 5 Uhr (§1c Abs 2):

  • Die Beschränkungen nachts sind sehr viel schärfer. Hier könnte in Einzelfällen auch die in Ziff 8 (in Abs 1 Ziff 9) genannte „Begleitung und Betreuung von unterstützungsbedürftigen Personen und minderjährigen Personen“ zutreffen. Das ist von Fall zu Fall zu entscheiden. Wenn Kinder oder Jugendliche Ängste haben, nach Hause zu gehen, die Sorge besteht, dass sie evtl. gar nicht nach Hause gehen, kommt das evtl. in Betracht. Also in eher dramatischen Einzelfällen.
  • Deshalb ist es wichtig, Die Besucher*innen auf die Ausgangsbeschränkungen hinzuweisen und sie rechtzeitig nach Hause zu schicken! Unsere Empfehlung ist es, die Einrichtung vor 20 Uhr zu schließen.

Generell gelten so genannte „sonstige vergleichbar gewichtige Gründe“, um andere, wichtig Gründe allgemein abzudecken, die in der VO nicht im Einzelnen geregelt werden (können).

Spielmobile-Einsätze wohl nicht mehr realisierbar, da Ansammlungen im öffentlichen Raum generell untersagt sind und Spielmobile auch mit einiger Phantasie kaum unter § 13 oder § 14 fallen dürften. Der Kreativität sind jedoch auch hier keine Grenzen gesetzt.

Für Jugendfarmen und Aktivspielplätze gilt ebenfalls, dass Veranstaltungen der Jugendsozialarbeit nach § 13 erlaubt bleiben, auch in Gruppen, da sie der sozialen Fürsorge dienen. Ein „normaler“ Betrieb mit Kommen und Gehen, ist nicht mehr möglich.

Kletterparks und Hochseilgärten müssen schließen, Spielplätze bleiben geöffnet, wenn die Kommune nichts anderes bestimmt. Der Aufenthalt dort ist für „Sport und Bewegung im Freien“ tagsüber bis 20 Uhr erlaubt.

Die Kinder und Jugendlichen sollten wissen, was sie als „triftigen Grund“ angeben, wenn sie im Hinblick auf die Ausgangsbeschränkungen kontrolliert werden. Grundsätzlich genügt die so genannte „Glaubhaftmachung“. Die Aussage muss also halbwegs plausibel und einleuchtend sein. Da wir aber alle wissen, dass Kindern und Jugendlichen häufig nicht einfach so geglaubt wird, ist wichtig, die Besucher*innen zu informieren. Der triftige Grund ist der Besucher einer Veranstaltung der Kinder- und Jugendhilfe. Angesichts der Bilder, die über die Arbeit in den Jugendhäusern teilweise gängig sind, ist es evtl. zu wenig, einfach zu sagen: „Ich geh ins Jugendhaus“. „Ich geh zur Beratung“ oder „Ich brauche Hilfe und hab im Jugendhaus einen Termin“ ist da schon besser.

Fachlich aufarbeiten müssen wir das dann nach der Krise…

Es sei nochmal auf die konzeptionellen Empfehlungen für die Angebote vom Freitag 11.12. hingewiesen: Kooperationen und Anlaufstellen, Niedrigschwelligkeit und Bedarfsorientierung.

Fazit:
Die Einrichtungen der OKJA können weiterhin geöffnet bleiben, sie sind in der Zeitspanne zwischen 5 Uhr und 20 Uhr zeitlich nicht begrenzt. Die Angebote richten nach § 13 oder nach § 14. Dort gelten dann die Kontaktbeschränkungen grundsätzlich nicht. Die Jugendhäuser und alle anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit können also die Funktion von Anlaufstellen für die Sorgen und Nöte von Kindern und Jugendlichen explizit wahrnehmen, einfacher formuliert: wir können weiterhin für sie da sein!

Dennoch muss bei jedem Angebot zwischen dem Infektionsschutz und den Bedarfen von Kindern und Jugendlichen abgewogen werden.

 

Ausgangssperre ab dem 12.12.20

11.12.2020

Die Landesregierung verschärft ihre Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie deutlich. Heute wurde eine allgemeine Ausgangsbeschränkung verkündet, die bereits ab morgen gilt.
Für diese Ausgangsbeschränkungen gelten jedoch einige Ausnahmetatbestände: „Arbeit, Arztbesuche, Gerichtstermine, Teilnahme an Demonstrationen, Begleitung Minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen, Begleitung Sterbender, Handlung zur Versorgung von Tieren, Besuch von Schulen, Kitas und des Studienbetriebs, Sport alleine oder zu zweit, gezielte Besuche von Einzelhandelsbetrieben und private Besuche (maximal fünf Personen aus zwei Haushalten, Kinder bis 14 sind ausgenommen)."
Siehe auch Live-Blog SWR, https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/coronavirus-liveblog-bw-100.html

Die Maßnahmen zielen darauf ab, dass möglichst alle nicht dringend notwendigen Kontakte unterbleiben sollen.

Dazu Folgende Hinweise:
1.    Die heute getroffenen Regelungen sind gegenüber der Corona-VO KJA/JSA vorrangig, das bedeutet, dass sie die dort festgelegten Regeln teilweise aufheben bzw. ersetzen. Die Träger und Einrichtungen können sich also nicht mehr darauf berufen, was die Corona-VO KJA/JSA vorschreibt.
2.    Nach einem ersten, vorläufigen Hinweis aus dem zuständigen Ministerium sind damit Angebote der außerschulischen Jugendbildung nach § 11 nicht mehr denkbar.
3.    Weiterhin möglich sind Beratungs- und Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche in schwierigen Situationen.

Die Zielsetzung, „die“ Kinder und Jugendlichen – speziell die Zielgruppe(n) unserer Einrichtungen - nicht (wie im ersten Lockdown im Frühjahr) alleine zu lassen, ist aus unserer Sicht weiterhin für unser gesamtes Arbeitsfeld gültig und zentral wichtig! Kinder und Jugendliche brauchen die Ansprechpartner*innen in den Einrichtungen.

Unsere Empfehlung ist daher folgende:

Kooperationen und Anlaufstellen
Die Einrichtungen sollten sich mit anderen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe sowie mit dem Kreisjugendamt und gemeinsam mit den Ordnungsbehörden abstimmen, wie eine Art Notinfrastruktur als Anlauf-/Unterstützungsstelle für Kinder und Jugendliche aufrechterhalten werden kann. Kinder und Jugendliche brauchen die Möglichkeit, sich bei größeren Schwierigkeiten an Fachkräfte wenden zu können, die sie unterstützen und beraten können. Das ist gerade jetzt in ganz besonderem Maße wichtig!
Über diese Infrastruktur müssen die Kinder und Jugendlichen auf allen verfügbaren Kanälen zeitnah und umfassend informiert werden!

Ein solche Angebot muss mit den lokal zuständigen Behörden abgestimmt sein. Dabei hilft ein Verweis auf § 13 SGB VIII, der in der Corona-VO KJA/JSA als soziale Fürsorge definiert ist, bei solche Gesprächen sicherlich weiter.
Dabei gelten vor allem zwei Grundsätze:

Niedrigschwelligkeit:
Die Unterstützungs- und Beratungsangebote müssen niedrigschwellig zugänglich sein, es dürfen keine zusätzlichen Hürden aufgebaut werden, indem beispielsweise eine besondere Dringlichkeit der Bedarfe eingefordert wird. Kinder und Jugendliche neigen dann eher dazu, ihre Nöte herunterzuspielen. Dazu gehört auch, dass eine Kontaktaufnahme über verschiedene Wege möglich ist, über das einfach „vorbeikommen“ in der Einrichtung bis zum telefonischen Kontakt vorab. Es sollte auch die Möglichkeit geben, sich in den sozialen Medien digital zu verabreden.
Gut zu überlegen ist die Bezeichnung des Angebotes, die keine Hürde für die Kinder und Jugendlichen sein sollte. Vielleicht ist es besser, davon zu sprechen, dass die Fachkräfte weiter für alle Sorgen und Nöte ansprechbar sind, als von einem „Beratungsangebot“ zu sprechen.

Bedarfsorientierung:
Beratungs- und Unterstützungsangebote zielen nicht darauf, möglichst viele Kinder und Jugendliche zu erreichen, sondern die richtigen. Bei den Angeboten sollte daher die Frage leitend sein: wer braucht gerade die Unterstützung am dringendsten?

Das bedeutet in einem konkreten Beispiel:
Ein Jugendhaus hat weiterhin zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Das ist mit den Kolleg*innen der Schulsozialarbeit und ggf. der Mobilen Jugendarbeit abgestimmt. Diese Öffnungszeit wird über alle verfügbaren Kanäle an die Kinder und Jugendlichen weitergegeben, damit diese Bescheid wissen. Derzeit ist das evtl. auch über die noch offenen Schulen möglich! Die Kinder und Jugendlichen, die dann kommen, verstoßen damit nicht gegen die Ausgangsbeschränkungen. Sie können, wenn sie kontrolliert werden (und das wird mit einiger Wahrscheinlichkeit der Fall sein!), darauf verweisen, dass sie zu einer Beratung ins Jugendhaus kommen. Wichtig ist der Hinweis, dass ihr „triftiger Grund“ der Besuch eines Angebotes zur „sozialen Fürsorge“ ist!
Auf welche Weise und mit welcher Methodik die Beratungs-/Unterstützungsleistung dann erbracht wird, ist Sache der Fachkräfte, die dafür ausgebildet sind und deshalb entscheiden können, was für die Besucher*innen im Einzelnen gerade wichtig und richtig ist.

Wichtig dabei: das sind keine Gruppenangebote, die Begrenzung auf die max. Personenanzahl von 30 ist nach aller Voraussicht erledigt. Es sind einzelne Kontakte bzw. Kleingruppen (also Ansammlungen mit max. fünf Personen aus zwei Haushalten - das ist die Maßgabe!). Dass dabei in den nächsten Wochen in ganz besonderer Weise auf Hygienevorschriften geachtet wird, ist denke ich, selbstverständlich.

 

Erläuterungen zur veränderten Corona-VO KJA/JSA, gültig ab dem 02.12.20

03.12.2020

Die wichtigste Veränderung ist die Begrenzung der Teilnehmendenzahl bei Veranstaltungen auf maximal 30 Personen.
Damit ist die Grenze für Veranstaltungen nach § 10 Corona-VO von 100 Personen nicht mehr gültig. Die Zahl orientiert sich am Klassenteiler der Schulen. Das ist besonders für große Einrichtungen eine erneute Einschränkung. Grundsätzlich ist es denkbar, dass in einer großen Einrichtung mit den entsprechenden Voraussetzungen zwei oder mehr Veranstaltungen mit 30 Personen stattfinden, wenn gewährleistet ist, dass sich die Gruppen NICHT begegnen und die Veranstaltung nicht im selben Raum stattfindet. Bitte achtet dann ganz besonders auf die penible Einhaltung der Abstandsregel und der Hygienevorschriften!!

Verschärft wird zukünftig die Maskenpflicht. Diese gilt für alle geschlossenen Räume, die für die „Öffentlichkeit oder für den Publikumsverkehr bestimmt sind“. Die Regelung gilt für alle Personen ab dem 7. Lebensjahr.
Etwas schwierig sind die Regelungen für den Außenbereich. In der Corona-VO KJA/JSA ist ausdrücklich von geschlossenen Räumen die Rede. Das ist soweit eindeutig. Formal gilt in den Außenbereichen also keine Maskenpflicht. Wird jedoch der Verweis auf § 3 Corona-VO ernst genommen, dann sind auch Außenbereiche, hier speziell in Abs 1, Ziff 6 Fußgängerbereiche einbezogen. Das zielt zunächst auf besonders frequentierte Fußgängerzonen, öffentliche Plätze u.ä.. Wir empfehlen, das als Maßstab zu nehmen.
Insbesondere die Jugendfarmen und Aktivspielplätze müssen abhängig von der Größe der Plätze, ihrer Struktur und der Zahl der Besucher*innen überlegen, wo eine Maskenpflicht notwendig erscheint und dabei auch das Infektionsgeschehen in unmittelbarer Umgebung einbeziehen. Wie gesagt: eine Maskenpflicht für die Außenbereiche der Einrichtungen sehen wir formal nicht.

Die neue VO differenziert zwischen den einzelnen Schwerpunkten der Kinder- und Jugendarbeit nach § 11 Abs 3 SGB VIII. Darin sind benannt:

„(3) Zu den Schwerpunkten der Jugendarbeit gehören:
1. außerschulische Jugendbildung mit allgemeiner, politischer, sozialer, gesundheitlicher, kultureller, naturkundlicher und technischer Bildung,
2. Jugendarbeit in Sport, Spiel und Geselligkeit,
3. arbeitswelt-, schul- und familienbezogene Jugendarbeit,
4. internationale Jugendarbeit,
5. Kinder- und Jugenderholung,
6. Jugendberatung.“

Untersagt werden die Schwerpunkte nach Ziff 2, 4 und 5, die anderen sind erlaubt. Die praktischen Auswirkungen dieser Differenzierung sind aus unserer Sicht jedoch gering, da die Übergänge sehr fließend sind. Sie ist wohl eher als Signal nach außen gedacht, dass die Kinder- und Jugendarbeit keine Veranstaltungen anbietet, die für andere verboten sind, beispielsweise Konzerte, andere Kulturevents oder auch Kickerturniere, Gamingsessions o.ä. Nach unseren Informationen gehören solche Veranstaltungen zurzeit aber ohnehin nicht zum Angebot in den Einrichtungen.

Neue Corona-VO KJA/JSA ab dem 01.12.20

2.12.2020

Die neue, ab dem 1.12.2020 geltende Verordnung finden Sie hier: 
Corona-Verordnung Angebote Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit

Gleichzeitig hat das Ministerium eine Begründung zu dieser Verordnung und den beschlossenen Änderungen veröffentlicht:
Begründung zur Corona-Verordnung Angebote Kinder- und Jugendarbeit

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit bleibt auch weiterhin offen!

26.11.2020

Die Botschaft, die das Land Baden-Württemberg sendet, ist eindeutig: die Angebote der OKJA bleiben offen – mit Einschränkungen - aber sie sind erlaubt. Nicht nur das: sie sind gewollt!

Wir haben in der Vergangenheit sehr häufig an die Fachkräfte in den Einrichtungen appelliert, ihre Angebote vorsichtig und vernünftig und mit akkurater Beachtung der Hygiene und des Infektionsschutzes durchzuführen. Davon nehmen wir kein Wort zurück.
In jüngster Vergangenheit erreichen uns jedoch immer häufiger Informationen, dass die Träger ihre offenen Einrichtungen mit dem Verweis auf ihren „Freizeitcharakter“ schließen. Oft genug wird das begründet mit dem Verweis auf die geltenden Verordnungen und den Infektionsschutz.
Wäre jedoch der Infektionsschutz der einzige Maßstab, dann müssten auch die Schulen und Kitas sofort geschlossen werden, ebenso alle Unternehmen. Wenn wir etwas aus dem Lockdown im Frühjahr gelernt haben, dann das: der Infektionsschutz ist ein wichtiger, aber nicht der einzige Maßstab. Der andere ist – besonders für die OKJA: wir müssen für die Kinder und Jugendlichen da sein! Wir dürfen sie nicht alleine lassen! In der Abwägung der Kriterien hat die Politik entschieden: die Angebote der OKJA bleiben grundsätzlich offen.
Deshalb an dieser Stelle nochmal in aller Deutlichkeit: Die Einrichtungen der OKJA dürfen und sollen offen bleiben. Deshalb gibt es die Corona-VO KJA/JSA, die Voraussetzungen beschreibt, unter denen dies geschehen soll. Wenn Träger also ihre Einrichtungen dennoch schließen, kann das nicht mit der Verordnung begründet werden.

Im Hinblick auf die Zukunft der OKJA nach Corona ist es ein fataler Fehler, die Einrichtungen der OKJA ausschließlich auf Freizeiteinrichtungen mit Spaßcharakter zu reduzieren und damit ihren konzeptionellen und fachlichen Kern zu zerstören. Der Satz „Jugendarbeit ist Bildung“ ist auch und gerade in Corona-Zeiten ohne Einschränkung gültig! Das ist bei aller Diskussion um den Bildungsbegriff der KJA fachlich seit Jahren Konsens. Die Relevanz der KJA wird gerade in der Krise deutlich und das wird – weil sie auch jetzt offen bleiben darf! – von Politik und Verwaltung anerkannt.

Deshalb unser dringender Appell: Einrichtungen auch unter diesen schwierigen Bedingungen für Kinder und Jugendliche offen halten!

Siehe auch den Beitrag vom 2.11.2020 auf dieser Seite : Appell an die Träger und Fachkräfte

UPDATE! Aktualisierter Kurzcheck für Angebote der OKJA im November/Dezember 2020

16.11.2020 - ergänzt und angepasst am 8.12.2020

Aktualisiert!  10 Punkte, die jetzt bei Angeboten der OKJA beachtet werden müssen:

1.   Erlaubt sind Ansammlungen bis 5 Personen. Bis voraussichtlich zum 10.1.21 gilt zusätzlich die Bedingung, dass die Teilnehmenden aus nicht mehr als zwei Haushalten kommen dürfen. Die Regelung in § 9 Corona-VO ist insoweit außer Kraft. Das gilt auch für die OKJA. Damit ist bis mindestens zum 30.11.20 eine Ansammlung kaum mehr praktikabel. Mit der neuen Verordnung gilt darüber hinaus eine Dokumentationspflicht auch für Ansammlungen.

2.    Angebote der OKJA können auch als Veranstaltungen nach § 10 Corona-VO definiert werden. Dazu muss vorher klar sein, wer kommt. Diese Informationen können über verschiedene Wege gesammelt und festgehalten werden, z.B.:
 - aus einer Online-Anmeldung
 - durch telefonischen Kontakt
 - einer Abfrage während eines anderen Angebotes oder
 - aus Erfahrungswissen (Stammbesucher*innen).

3.     Es sind nur noch insgesamt 30 Teilnehmende pro Angebot erlaubt. Eine zweite Veranstaltung ist grundsätzlich möglich, jedoch dürfen sich die Gruppenmitglieder NICHT begegnen und keinerlei Kontakt haben. Das funktioniert nur, wenn die Angebote in verschiedenen Räumlichkeiten (Stockwerke, Innen-/Außengelände o.ä.) stattfinden.

4.    Kinder und Jugendliche, die Unterstützung und Hilfe benötigen, können zeitgleich zu einem laufenden Angebot beraten werden. Das Gespräch muss aber außerhalb des Angebotes stattfinden.
Einzelgespräche sind durch §9 (Ansammlungen) ohnehin abgedeckt. Hier aber bitte die AHA-L-Regeln beachten!

5.    Größere (Kultur-)Events verbieten sich für den November und Dezember, ebenso wie Angebote, die ein besonderes Infektionsrisiko bergen, z.B. Singen oder Sport im Innenbereich etc., egal ob sie formal untersagt sind oder nicht.

6.    Die Angebote der OKJA müssen einen Bildungscharakter haben. Dazu ist im Jugendbildungsgesetz für Baden-Württemberg ausgeführt: „…Sie (die Jugendarbeit) trägt mit jugendgemäßen Mitteln dazu bei, den jungen Menschen zur Selbstverwirklichung, zur Verantwortlichkeit und zur aktiven Mitgestaltung der Gesellschaft sowie zur Wahrnehmung der staatsbürgerlichen Pflichten im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu befähigen“ (§1 Abs 2).

7.    Nach wie vor muss jede Einrichtung ein Hygienekonzept vorweisen können und ist für die Einhaltung der dort festgeschriebenen Regeln verantwortlich. Das Konzept sollte - entsprechend den sich verändernden Corona Verordnungen - immer wieder geprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden. Es muss neben den „üblichen“ Regeln nach § 4 Corona-VO auch eine Obergrenze der Teilnehmenden je nach der Größe der zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten enthalten. Bitte auch unsere aktualisierten Reflexionsfragen beachten: https://www.agjf.de/index.php/hygienekonzept.html

8.    Es gilt eine Maskenpflicht für alle - überall - ab dem 7. Lebensjahr. Im Außenbereich gilt das formal nicht, ist aber gut abzuwägen. In Fußgängerzonen und an öffentlichen Plätzen gilt die Maskenpflicht ebenfalls. Das kann als Maßstab dienen. Besser früher als später einführen.

9.    Die lokalen Behörden können eigene, evtl.  abweichende Regelungen erlassen. Bitte regelmäßig informieren.

10.    Die aktuellen Regelungen haben das Ziel Kontakte zu reduzieren. Deshalb gut überlegen: Welche Angebote brauchen Kinder und Jugendliche? Was ist wichtig für sie? Nicht alles, was erlaubt ist, ist auch nötig und wichtig. Zentral sollte die Unterstützung und Bildung von Kindern und Jugendlichen sein - ihre Fragen, Ängste und Unsicherheiten.

Appell an die Träger und Fachkräfte

2.11.2020

Aus unserer Sicht ist das Offen halten der Angebote der Kinder- und Jugendarbeit seitens des Landes ein deutliches Signal an alle Träger, insbesondere an die Kommunen. Die Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit gerade jetzt und heute wird wahrgenommen. Dieses Signal sollten die Träger der Angebote unbedingt aufgreifen. Deshalb haben wir – die AGJF gemeinsam mit den anderen Verbänden der OKJA in der LAGO - einen Appell verfasst unter dem Titel:
„Angebote der Kinder- und Jugendarbeit offen lassen – sie sind Teil der Lösung!“

Wir bitten alle Verantwortlichen darum, diesen Appell weiter zu verbreiten und die Argumente darin aufzugreifen.
Der Appell findet sich HIER.

Gleichzeitig richten wir noch einmal den dringenden Appell an alle Fachkräfte in den Einrichtungen, besonders vorsichtig und verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen, keine unnötigen Risiken einzugehen. Es ist jetzt nicht die Zeit für größere Freizeit-Veranstaltungen, bei denen möglichst die Maximal-Zahl der erlaubten Personen erreicht werden soll. Entscheidend sind derzeit Angebote zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in ihren Unsicherheiten und Ängsten, aber auch in ihren Widerständen und im Hadern mit ihrer Situation. Es geht nicht um ein einfaches Weiter so, sondern um eine Art „Krisenkonzeption“, die auf die spezifischen Bedarfe gezielt und konkret eingeht.


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