Projekte


Integrationsoffensive

Die „Integrationsoffensive“ ist das Förderprogramm für Projekte der Kinder- und Jugendarbeit zur Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Baden-Württemberg. Mit dem vorhandenen Geld werden Träger bei der Planung und Umsetzung ihrer Integrationsprojekte fachlich beraten und finanziell unterstützt.

Annähernd ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in Baden-Württemberg besitzen einen Migrationshintergrund. Oft ist für sie der Zugang zu Bildungsangeboten der Kinder- und Jugendarbeit, Jugendhilfe und Schule erschwert.
Eine umfassende soziale und kulturelle Teilhabe erfordert Mitspracherecht und Beteiligungsmöglichkeiten. Voraussetzung dafür ist die interkulturelle Öffnung und die Vernetzung unterschiedlicher Institutionen. Außerdem bedarf es der verstärkten Wahrnehmung und Anerkennung von Talenten und eines reflektierten Umgangs mit kultureller Vielfalt.
Um diese Ziele zu unterstützen, hat sich ein Trägerverbund aus sechs Landesorganisationen unter dem Begriff „Integrationsoffensive Baden-Württemberg“ zusammengefunden. Seit 2006 wurden mehr als 40 Projekte gefördert.
Diese Förderung setzen wir mit einer zweijährigen Projektphase im Jahr 2010 und 2011 fort.

Die 4 Qualitätsmerkmale der Integrationsoffensive Baden-Württemberg:

  1. Projekte
    Die Träger und Einrichtungen vor Ort setzen ihre nachhaltigen Projektideen um. Die Ansprechpartner/innen der Projekte werden Kooperationspartner der Integrationsoffensive und sprechen ihr Projekt mit der Projektfachstelle ab. Dabei wird abgeklärt, wie die einzelnen Bausteine umgesetzt werden können und welcher Beratungs- und/oder Fortbildungsbedarf besteht.
  2. Vernetzung
    Vernetzung bedeutet: Voneinander wissen, Ressourcen bündeln, sich gegenseitig unterstützen und ergänzen und gemeinsam handeln.
    Die interkulturelle Öffnung von Einrichtungen und der Aufbau von Kooperationsbeziehungen benötigen einen breit angelegten Austausch, gemeinsame Ziele und Vorgehensweisen. Die Förderung lokaler Vernetzung ist wesentlicher Erfolgsfaktor dafür, dass Projektvorhaben nachhaltig angelegt sind.
    Die Vernetzung auf Landesebene wird von der Projektfachstelle organisiert.

  3. Praxisberatung und Qualifizierung
    Beide Faktoren tragen nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre wesentlich zum Erfolg der Projekte bei.
    Wir gehen davon aus, dass in jedem Projekt Beratungs- und Qualifizierungsbedarf besteht. Wir sind daher sehr daran interessiert, dass das Beratungsangebot angenommen wird und legen außerdem großen Wert darauf, dass mit der Projektförderung auch eine entsprechende interkulturelle Qualifizierung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen einhergeht.
    Die Berater/innen klären mit den Projektträgern, welcher Qualifizierungs- und Beratungsbedarf für das Projekt besteht. Dabei kommt es vor allem darauf an, Qualifizierung und Beratung situations- und bedarfsgerecht sowie dezentral anzubieten.

  4. Öffentlichkeitsarbeit
    Wir wollen interkulturelle Arbeit in der öffentlichen Meinung positiv besetzen. Dabei setzen wir auf die Mitarbeit unserer Kooperationspartner in den Bereichen Internetauftritt, Kontakt zur Landes- und Lokalpolitik und Pressearbeit vor Ort. Angestrebt ist auch, einzelne, besonders erfolgreiche Projekte in den Landesmedien zu präsentieren.

Für Fragen wenden Sie sich bitte an die Projektfachstelle mit
Angelika Wildt
Tel. 0711/896915-35
E-Mail: a.wildt@agjf.de
Ausführliche Informationen erhalten Sie unter: www.integrationsoffensive.de

Die Integrationsoffensive wird gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Kultus und Sport und des Ministeriums für Arbeit und Soziales.


 
Kampagne „Kinder und Jugendhoch3“

Offene Kinder- und Jugendarbeit und ihre Leistungen in der Öffentlichkeit darzustellen ist das Ziel der Kampagne „Kinder und Jugend hoch 3“. Was die Offene Kinder- und Jugendarbeit tagtäglich in ihren Einrichtungen für Kinder und Jugendliche anbietet, die Effekte und Ergebnisse die sie erzielt, muss wahrgenommen werden. Öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung sind die Grundlagen für eine Weiterentwicklung der Angebote der Offenen Arbeit. Wir bieten den Rahmen dazu: Ein großer Glaskubus als transparente Jugendeinrichtung, viele Werbematerialien, Texte, Vorlagen etc. stehen zur Verfügung.

Infos zu Beteiligungsmöglichkeiten:

Der Glaskubus kann von Trägern und Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit für Aktionen und Veranstaltungen ausgeliehen werden. Dazu gibt es ein ganzes Paket von Materialien, die zu diesem Zweck eingesetzt werden können.
Abrufbar ist ebenso ein Qualifizierungsmodul zum Thema Öffentlichkeitsarbeit /Kampagnengestaltung.

Die Kampagne wird von der LAGO getragen und über die Geschäftsstelle der AGJF abgewickelt und durchgeführt.

Kontakt:
Ralf Jankovsky
0711 - 896915-14
r.jankovsky@lago-bw.de

www.jugendhoch3.de


 
Kompetentvor Ort - Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus

Das Beratungsnetzwerk existiert seit April 2008 und wird von der LAGO und der Jugendstiftung Baden-Württemberg getragen. Es wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms "Toleranz fördern – Kompetenz stärken". und hat zum Ziel, regionale (d.h. in der Regel auf den Landkreis bezogene) Beratungskapazitäten aufzubauen, die bei extrem rechten und neonazistischen "Vorfällen" zeitnah und kompetent beraten können.

Derzeit gibt es in 21 Stadt- und Landkreisen Ansprechpartner/-innen für Ratsuchende und Betroffene extrem rechter, rassistischer oder antisemitischer "Vorfälle" und Übergriffe, die sich anonym informieren können.

Kontakt und weitere Informationen:
Koordinierungsstelle bei der
Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung Baden-Württemberg e.V. (LAGO)
Tel. 0711 - 89 69 15 19
Fax. 0711 - 89 69 15 88
Email: beratungsnetzwerk@lago-bw.de
www.kompetentvorort.de
www.lago-bw.de


 
www.streetdance-bw.de – Die Online Plattform für Streetdance in Baden-Württemberg

Streetdance, eine Mischung verschiedener Tanzstile wie Breakdance, Hiphop, Funk oder Soul, spricht Mädchen und junge Frauen, zunehmend auch Jungen an und ist wesentlicher Teil ihrer Kultur. Die Streetdance-Szene boomt seit mehr als 10 Jahren. Die AGJF bzw. das AGJF Netzwerk Mädchenarbeit unterstützt diese Entwicklung schon seit längerer Zeit. In vielen Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit gibt es inzwischen regelmäßige Angebote: Tanzgruppen, Workshops, Events und Contests.
Mehrere Dutzend Streetdance-Contests finden jährlich in baden-württembergischen Jugendhäusern statt, mit jeweils bis zu 1200 Tänzerinnen und Tänzern. Die Anzahl der Tanzgruppen ist nicht bekannt, es dürften wohl mehrere hundert sein.

Trotz dieser Dimensionen blieben aber Kontakte und Austausch untereinander oft dem Zufall überlassen. Deshalb wurde 2005 von der AGJF Frauenkommission das Projekt „Streetdance im Web“ initiiert. Es bietet viele Möglichkeiten der Vernetzung: Terminkalender für Contests samt Anmeldung, Fotogalerien zu den Veranstaltungen, die Chance Events mitzuplanen, Artikel zum Thema zu schreiben, die eigene Tanzgruppe vorzustellen etc..

Eine Veranstaltung „Best of streetdance bw“ findet jährlich – wechselnd in verschiedenen Städten – statt. Veranstalterin ist die AGJF, jeweils in Kooperation mit dem örtlichen Träger.

Infos zu Beteiligungsmöglichkeiten:

Es gibt unterschiedliche Stufen der Beteiligung: Über die bloße Eintragung von Terminen oder die Vorstellung von Tanzgruppen bis hin zur redaktionellen Mitarbeit bei der Gestaltung von Artikeln.

Kontakt:
Susanne Alt
0711 - 896915-20
s.alt@agjf.de

www.streetdance-bw.de


 
EQIP – Integration und Prävention in der Praxis

EQIP - "Entwicklung von Qualifizierung für Integration und Prävention" bis 09.09.2010

Das Projekt "EQIP" wurde von der AGJF in den Jahren 2007 bis 2010 durchgeführt. Im Projekt wurden an insgesamt 15 Standorten teils weit reichende Qualifizierungsprozesse angeregt, durchgeführt und in ihrer praktischen Umsetzung begleitet. Die Themenbereiche waren vielfältig: Integration, Antirassismus, Rechtsextremismus, aber auch Organisationsentwicklung.
Im Verlauf des Projektes rückte immer mehr die Gestaltung des Prozesses. Es zeigte sich, dass die externe Begleitung von der Bedarfsermittlung angefangen, ein entscheidender Faktor für die Wirksamkeit von Qualifizierung dargestellt hat.

Die Gesamtergebnisse können als CD bei der AGJF Geschäftsstelle bestellt werden, oder stehen hier als Download zur Verfügung.

Die Homepage von EQIP ist weiterhin vorhanden, wird aber nicht mehr aktualisiert. Hier finden sich die Projekte sowie eine Liste von Berater/innen und Referent/innen.

Lydia Wistorf
Martin Bachhofer

 
Bildung in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
Dieses Projekt ist Ende 2007 ausgelaufen. In Kooperation mit dem Paritätischen Jugendwerk und der „Gesellschaft für soziale und berufliche Reintegration“ (SbR) gGmbH hat die AGJF in knapp zwei Jahren die Bildungseffekte der Offenen Kinder- und Jugendarbeit untersucht. Das Projekt wurde aus Mitteln des Europäischen Sozialfond gefördert.

Das Projekt war gegliedert in drei Teile:
  1. Bildung in der Praxis der Offene Kinder- und Jugendarbeit:
    Im Alltag der Offene Kinder- und Jugendarbeit sind vielfältige Bildungsprozesse angelegt. Im Projekt wurden diese Prozesse mit wissenschaftlichen Methoden identifiziert und die ablaufenden Prozesse beschrieben.
  2. „Bildungspartnerschaften“ - Kooperation Offene Kinder- und Jugendarbeit mit Schule:
    Zunächst wurden exemplarisch am Beispiel des Landkreises Reutlingen bestehende Kooperationsformen erhoben.
    In einem zweiten Teil wurden Kooperationen zwischen Offener Kinder- und Jugendarbeit und Schulen wissenschaftlich begleitet. Im Vordergrund standen dabei die inhaltlichen Kriterien einer Kooperation: Bildungsbegriff, gemeinsames Verständnis von Kooperation etc.
  3. Berufsorientierung in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit:
    In diesem Projektteil wurden arbeitslose Jugendlichen in Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit als so genannte „1-Euro-Jobber“ beschäftigt und intensiv begleitet. Dabei wurde erprobt, welche Prozesse von Persönlichkeitsentwicklung und Berufsorientierung im spezifischen Setting der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ablaufen.

Es gibt umfangreiche Ergebnisberichte zu allen Projektteilen:
- "Bildung in der offenen Kinder und Jugendarbeit"
- "Bildungspartnerschaften"
- Ergebnisberichte

Kontakt:
Martin Bachhofer
0711 - 896915-16
m.bachhofer@agjf.de


 
Internet


Die AGJF ist beteiligt an der Homepage des Jugendarbeitsnetz.
Hier sind alle für JugendarbeiterInnen relevanten Informationen und Angebote im Internet problemlos zugänglich bzw. miteinander vernetzt - www.jugendarbeitsnetz.de.

zum Projektarchiv